So sichern Sie VMware Virtual Machines: 3 Methoden und Best Practices
So sichern Sie VMware Virtual Machines: 3 Methoden und Best Practices. Practical guidance on VMware, Management Tools, and Backup Strategy.
Überblick über VMware Backup und Wiederherstellung
Im Folgenden zeigen wir Ihnen 3 Möglichkeiten zur Sicherung von ESXi, vCenter und vSphere VMs, dazu bewährte Methoden und praktische Tipps für ein zuverlässiges VMware Backup System.
So sichern Sie VMware Virtual Machines mit 3 Methoden
Diese drei Möglichkeiten gibt es zum Schutz Ihrer VMware Umgebung:
Export von VMDK Dateien
Export als OVA/OVF Template
Einsatz einer zentralisierten VMware Backup Lösung
Für jede Methode erläutern wir die einzelnen Schritte sowie Vor und Nachteile.
Methode 1: VMware VMDK exportieren und sichern
VMware VMDK ist ein offenes VM Festplattenformat von VMware. ESXi speichert die VM Daten im Datastore im VMDK Format, deshalb können Sie VMDK Dateien direkt aus dem VMware ESXi Web Client exportieren. Zur Wiederherstellung importieren Sie die VMDK Dateien anschließend wieder in die VM Umgebung.
Für Export und Sicherung der VMDK Dateien können Sie VMware vCenter oder den ESXi Web Client verwenden.
Hinweis: Schalten Sie die VM vor dem Export aus, damit die Daten konsistent sind. Falls Sie die VM nicht herunterfahren möchten, verwenden Sie Methode 2 dieses Artikels.
Mit VMware vCenter
Schritt 1: Melden Sie sich bei vCenter an und wählen Sie die gewünschte virtuelle Maschine aus.
Schritt 2: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die VM und wählen Sie „Power“ > „Power Off“, um die VM herunterzufahren.
Schritt 3: Wählen Sie in vCenter den Speicher der Ziel VM aus und öffnen Sie den Reiter „Files“.
Schritt 4: Wählen Sie die gewünschte VM auf der linken Seite aus.
Schritt 5: Klicken Sie auf die Dateien mit der Endung .vmdk und anschließend auf „Copy To“.
Schritt 6: Wählen Sie einen Speicherort für die Datei aus.
Tipp: Sie können auch den Speicherort der VM prüfen und die .vmdk Datei manuell auf ein HDD oder NAS kopieren. Die .vmdk Datei finden Sie per Rechtsklick auf die VM > „Edit Setting“ > „Hard Disk erweitern“.
Mit VMware ESXi Web Client
Schritt 1: Öffnen Sie den VMware ESXi Web Client, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Ziel VM und wählen Sie „Power“ > „Power Off“.
Schritt 2: Wählen Sie links „Storage“.
Schritt 3: Klicken Sie auf „Datastore Browser“.
Schritt 4: Öffnen Sie den Ordner der virtuellen Maschine, wählen Sie die .vmdk Datei aus und klicken Sie auf „Download“.
Schritt 5: Wählen Sie einen Speicherort und klicken Sie auf „Save“.
Nach dem Export können Sie später eine neue VM erstellen und beim Anlegen die .vmdk Datei auswählen.
Vorteile
Einfach zu bedienen
Vollständige Rohdaten
Nachteile
Nur manuell möglich, keine Zeitplanung
Keine inkrementellen Backups
Nicht optimal zwischen Plattformen portierbar
Geeignete Einsatzszenarien
Einfache Umgebungen oder Labore
Lokale Cold Backups
Methode 2: VMware VM als OVF Template exportieren
Ein .ovf Template enthält VM Daten und Konfigurationen. Neben Backups wird diese Methode häufig für VMware Migrationen und Datenarchivierung verwendet.
Schritte zum Export als OVF
Schritt 1: Schalten Sie die Ziel VM aus.
Schritt 2: Klicken Sie im VMware vSphere Client mit der rechten Maustaste auf die gewünschte VM und wählen Sie „Export“.
Schritt 3: Ein Bestätigungsfenster zeigt die Dateigröße an. Klicken Sie auf „OK“.
Schritt 4: Wählen Sie einen Speicherort für die .ovf Datei.
Für die Wiederherstellung oder Migration erstellen Sie später eine neue virtuelle Maschine und wählen im Assistenten das OVF Template aus.
Vorteile
Sehr portabel
Enthält VM Daten und Konfigurationen
Nachteile
Langsamer
Keine inkrementellen Backups
Nicht ideal für häufige Sicherungen
Geeignete Einsatzszenarien
Backup kleiner oder einfacher Umgebungen
Datenarchivierung
Verteilung von VM Templates
Methode 3: VMware VMs im laufenden Betrieb sichern (Hot Backup mit Zeitplanung)
Der Export von VMDK oder OVF Dateien ist eine native Backup Methode und passt meist nur zu einfachen Umgebungen oder Laboren. Für produktive und komplexe virtuelle Umgebungen ist eine Enterprise Backup Lösung deutlich sinnvoller.
Information2 (Info2Soft) bietet dafür i2Backup an.
Mit i2Backup sichern Benutzer alle wichtigen VMware VMs zentral an sichere Speicherorte wie HDD, lokale Datenträger, ZFS Speicher und NAS Systeme. Die Lösung unterstützt alle gängigen VMware Versionen einschließlich VMware 6.5, 6.7, 7.0 und 8.0.
Vorteile
Zentrale Sicherung mehrerer VMware VMs mit geringem Ressourcenverbrauch
Automatische Backup Zeitpläne
Unterstützung für inkrementelle und differentielle Backups
Hot Backup im laufenden Betrieb
Weitere Funktionen wie Komprimierung, Verschlüsselung, granulare Wiederherstellung, Point in Time Recovery und Immutable Backup
Nachteile
Drittanbieter Software, Installation und Deployment erforderlich
Geeignete Einsatzszenarien
Enterprise Produktivumgebungen
Rechenzentren
Systeme mit laufenden VMs
Disaster Recovery und Compliance Anforderungen
VMware VM Backup Best Practices (2026 Leitfaden)
Zu einem VMware Backup gehört mehr als das Kopieren virtueller Maschinen. Administratoren müssen auch für zuverlässige Wiederherstellung, minimale Ausfallzeiten und langfristige Datenintegrität sorgen.
1. Die 3 2 1 Backup Strategie verwenden
Die 3 2 1 Strategie bedeutet:
3 Kopien Ihrer Daten
2 unterschiedliche Speichermedien
1 Offsite Kopie für Disaster Recovery
So vermeiden Sie Single Points of Failure.
2. Automatische Backup Frequenzen anhand von RPO und RTO definieren
Backup Zeitpläne sollten sich nach den geschäftlichen Anforderungen richten:
RPO (Recovery Point Objective) definiert den maximal tolerierbaren Datenverlust
RTO (Recovery Time Objective) definiert die maximal tolerierbare Ausfallzeit
Ein Beispiel mit RPO 2 Stunden und RTO 30 Minuten. Der empfohlene Plan dafür:
Inkrementelle Backups alle 2 Stunden
Nutzung von Instant Recovery Funktionen
Replikation auf einen Standby Host für hohe Verfügbarkeit
3. Full + Incremental Strategie einsetzen
Die Kombination aus Vollbackup und inkrementellen Backups hält Geschwindigkeit und Speicherverbrauch im Gleichgewicht. Typisch sind:
Wöchentliches oder monatliches Vollbackup
Tägliche inkrementelle Backups
Zu den Begriffen: Ein Full Backup ist eine vollständige Kopie aller Daten. Ein Incremental Backup enthält nur die seit dem letzten Backup geänderten Daten, ein Differential Backup die Änderungen seit dem letzten Vollbackup.
4. Backup Jobs überwachen und Berichte erstellen
Mit Monitoring und Reporting erkennen Administratoren Fehler oder Anomalien schnell. i2Backup bietet dafür:
Detaillierte Backup Reports
Statistische Diagramme
E Mail Warnungen bei fehlgeschlagenen oder verpassten Jobs
5. Regelmäßige Restore Tests durchführen
Regelmäßige Wiederherstellungstests zeigen, ob Backups tatsächlich verwendbar sind. Empfehlenswert sind:
Mindestens ein Restore Test pro Monat
Simulation von Desaster Szenarien
Prüfung der Datenintegrität und Anwendungen
Tests nach größeren VMware Änderungen
6. Verschlüsselung und Immutable Backups nutzen
Ransomware und Cyberangriffe sind große Risiken. Lösungen wie i2Backup bieten deshalb:
Verschlüsselung während des Backup Prozesses
Immutable Backups, die nicht verändert oder gelöscht werden können
Damit bleiben Sicherungen auch dann geschützt, wenn Systeme kompromittiert sind.
7. Rollenbasierte Zugriffskontrolle einsetzen
Role Based Access Control hilft vor allem mittelgroßen und großen Unternehmen. Die Vorteile:
Weniger Risiko durch menschliche Fehler
Zugriff nur für autorisierte Personen
Vereinfachte Verwaltung ähnlicher Benutzergruppen
Fazit
Dieser Beitrag zeigt drei Methoden zur Sicherung von VMware Virtual Machines. Der Export als VMDK oder OVA/OVF reicht für einfache Umgebungen. Für höhere Datensicherheit und produktive Systeme empfiehlt sich eine professionelle VMware Backup Lösung wie i2Backup, mit der Unternehmen alle wichtigen virtuellen Maschinen zentral sichern und automatisierte Backups, schnelle Wiederherstellung und Immutable Backups nutzen können.
Info2Soft Official Website
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