Gelöst: „Hypervisor is Not Running“ in Windows Hyper-V
Gelöst: „Hypervisor is Not Running“ in Windows Hyper-V. Practical guidance on Hyper-V, Backup Strategy, and Data Protection.
Overview
Beim Starten von VMs kann jedoch eine dieser Fehlermeldungen erscheinen:
„An error occurred while attempting to start the selected virtual machine(s).“
„xxx failed to start“
„Virtual machine could not be started because the hypervisor is not running“
Der Fehler bedeutet, dass die Virtualisierungsschicht nicht gestartet wurde oder nicht geladen werden konnte. Dann lässt sich keine virtuelle Maschine mehr ausführen, egal wie sie konfiguriert ist. Dieser Artikel erklärt die Ursachen und zeigt die passenden Lösungen Schritt für Schritt.
# Warum läuft der Hypervisor nicht?
Die Meldung „hypervisor is not running“ heißt in der Praxis meist nicht, dass die VM selbst beschädigt ist. Das Problem liegt auf Host Ebene: Die zugrunde liegende Virtualisierungsplattform ist nicht verfügbar. Die häufigsten Ursachen sind folgende.
BIOS oder UEFI Einstellungen falsch konfiguriert
DEP ist zum Beispiel eine Voraussetzung für Hyper-V. Ist DEP deaktiviert, kann der Hypervisor nicht starten. Auch deaktivierte CPU Virtualisierungserweiterungen im BIOS oder UEFI führen häufig zu diesem Problem.
Hypervisor Launch Type in der Boot Konfiguration deaktiviert
Windows steuert dieses Verhalten über die Boot Configuration Data (BCD). Steht der Hypervisor Launch Type auf „off“, lädt Windows den Hypervisor beim Start nicht.
Konflikte mit anderen Virtualisierungslösungen
Die meisten Systeme können nur einem Hypervisor gleichzeitig vollen Hardwarezugriff geben. Wollen mehrere Virtualisierungslösungen dieselben CPU Virtualisierungserweiterungen nutzen, entstehen Konflikte.
Windows Updates oder Konfigurationsänderungen
Windows Updates können Änderungen mitbringen, die die Virtualisierung betreffen. Ein System, das vorher funktioniert hat, lädt den Hypervisor dann plötzlich nicht mehr.
Beschädigte Systemdateien oder Treiber
Der Hypervisor hängt von diesen Komponenten ab:
Kernel Modulen
Hardware Abstraction Layer
CPU Treibern
Chipsatz Treibern
Sind sie beschädigt oder inkonsistent, kann der Hypervisor nicht korrekt initialisiert werden.
# Problem analysieren: Vorabprüfung
Bevor Sie eine Lösung anwenden, sollten Sie die genaue Ursache kennen.
Schritt 1: Virtualisierungsunterstützung prüfen
Eingabeaufforderung als Administrator öffnen
Führen Sie diesen Befehl aus:
`` systeminfo ``
Scrollen Sie zum Abschnitt „Hyper-V Requirements“ und prüfen Sie diese Einträge:
VM Monitor Mode Extensions: Yes
Virtualization Enabled in Firmware: Yes
Second Level Address Translation: Yes
Data Execution Prevention Available: Yes
Zeigt einer davon „No“, wird der Hypervisor nicht geladen.
Schritt 2: DEP und Virtualisierung im BIOS oder UEFI prüfen
BIOS oder UEFI öffnen
Starten Sie das System neu und drücken Sie die BIOS Taste, je nach Gerät F11, F12, F10 oder Delete.
Prüfen, ob folgende Optionen aktiviert sind
Intel VT-x
Intel VT-d
AMD-V
DEP
DEP heißt manchmal auch Execute Disable Bit, NX oder No Execute Memory Protection. Sind diese Funktionen deaktiviert, startet Hyper-V nicht.
Schritt 3: Event Viewer Logs prüfen
Windows protokolliert Hyper-V Fehler im Event Viewer.
Schritte
1. Event Viewer öffnen 2. Zu „Windows Logs“ > „System“ wechseln
Suchen Sie dort nach Fehlern zu Hyper-V, nach Hypervisor launch failures und nach Meldungen der Virtualization services.
Häufige Hinweise
Typisch sind Event ID 3112, Meldungen über blockierte Virtualisierung und eine fehlgeschlagene Hypervisor Initialisierung. Mit diesen Logs lässt sich unterscheiden, ob Hardwareprobleme, BIOS Probleme, Boot Probleme oder Systemkonflikte dahinterstecken.
Schritt 4: Hyper-V Dienste und Boot Konfiguration prüfen
Hyper-V braucht eine korrekte Boot Konfiguration und laufende Dienste. Prüfen Sie die Dienste Hyper-V Virtual Machine Management und Hyper-V Host Compute Service. Beide sollten vorhanden und aktiv sein und auf Automatisch stehen.
# So beheben Sie den Fehler „Hypervisor is not running“
Sobald die Ursache feststeht, können Sie die passende Lösung anwenden.
Lösung 1: Virtualisierung und DEP im BIOS aktivieren
1. System neu starten und BIOS öffnen. 2. Die CPU oder Advanced Einstellungen öffnen. 3. Intel VT-x, Intel VT-d, AMD-V und DEP aktivieren. 4. Änderungen speichern und System neu starten.
DEP kann auch als Execute Disable Bit, NX oder No Execute Memory Protection bezeichnet sein.
Lösung 2: Hypervisor Launch Type auf Auto setzen
Auch wenn Hyper-V installiert ist, kann Windows so konfiguriert sein, dass der Hypervisor nicht geladen wird.
Eingabeaufforderung als Administrator öffnen
Führen Sie diesen Befehl aus:
`` bcdedit /set hypervisorlaunchtype auto ``
Starten Sie Windows danach neu. Diese Lösung hilft oft, wenn vorher Hyper-V deaktiviert, andere Virtualisierungssoftware installiert, eine Systemwiederherstellung durchgeführt oder der Bootvorgang repariert wurde.
Lösung 3: Letzte Windows Updates zurücksetzen
Manche Windows Updates stören die Virtualisierung.
Schritte
1. Start > Einstellungen > Update & Security 2. Update Verlauf öffnen 3. Problematisches Update identifizieren 4. „Updates deinstallieren“ auswählen
Lösung 4: BIOS, UEFI und Treiber aktualisieren
Veraltete Firmware oder Treiber können den Hypervisor blockieren. Aktualisieren Sie BIOS oder UEFI, die Chipsatz Treiber, die CPU Treiber und die Firmware Utilities. Das verbessert Stabilität und Kompatibilität.
Lösung 5: Konflikte mit anderer Software beheben
Programme wie VMware Workstation, VirtualBox oder Docker Legacy Konfigurationen können die Hardware Virtualisierung blockieren. Deaktivieren oder entfernen Sie diese Programme testweise und starten Sie das System neu.
Lösung 6: Windows Systemdateien reparieren
CMD als Administrator öffnen
Führen Sie diese Befehle nacheinander aus:
`` sfc /scannow ``
`` dism /online /cleanup-image /restorehealth ``
Die beiden Tools reparieren beschädigte Systemdateien.
# Wann sollte eine Neuinstallation oder Support erwogen werden?
Meist lässt sich das Problem ohne Neuinstallation beheben. In einigen Situationen sind aber weitergehende Maßnahmen sinnvoll.
Wiederholte Fehler trotz aller Lösungen
Tritt der Fehler nach jedem Neustart erneut auf, deutet das auf tiefere Systemprobleme hin.
Dauerhafte Fehler im Event Viewer
Besonders ernst sind wiederholte Hypervisor Fehler, Kernel Fehler und Virtualisierungsfehler bei jedem Start. Sie können auf beschädigte Kernkomponenten oder Firmware Probleme hinweisen.
Beschädigte Betriebssystemintegrität
Mögliche Ursachen sind fehlgeschlagene Windows Updates, Dateisystemfehler und langfristige Treiberinkonsistenzen. In solchen Fällen ist eine saubere Neuinstallation oft die zuverlässigste Lösung.
# Hyper-V regelmäßig sichern, um VMs zu schützen
Virtuelle Maschinen hängen stark von der Stabilität des Hosts ab. Fällt der Hypervisor aus, sind alle VMs sofort unzugänglich. Ein regelmäßiger Backup Plan ist deshalb sinnvoll, denn mit Backups lassen sich VMs auch nach einem kompletten Host Ausfall schnell wiederherstellen.
# i2Backup für Hyper-V
Info2Soft i2Backup bietet Enterprise Backup und Recovery für Hyper-V Umgebungen. Unternehmen können damit:
Agentenlose Hyper-V Backups durchführen
Laufende virtuelle Maschinen konsistent sichern
VMs nach Hypervisor Fehlern schnell wiederherstellen
Komplexe virtuelle Umgebungen zentral verwalten
Wer Systemwartung und eine professionelle Backup Lösung kombiniert, kann Ausfallzeiten und Datenverluste deutlich reduzieren.
# Fazit
Der Fehler „hypervisor is not running“ entsteht meist durch System oder Konfigurationsprobleme und nicht durch die virtuellen Maschinen selbst. Typische Ursachen sind deaktivierte Virtualisierung, eine fehlerhafte Boot Konfiguration, Software Konflikte und beschädigte Systemdateien.
Wer Hardware, BIOS, Dienste und Boot Einstellungen systematisch prüft, behebt das Problem in den meisten Fällen schnell. Weil schon kurze Hypervisor Ausfälle alle VMs unzugänglich machen können, lohnt sich zusätzlich eine zuverlässige Hyper-V Backup Strategie mit i2Backup.
Info2Soft Official Website
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